Experiment: Das Vegan-Wochenende

21. April 2013 | Von | Kategorie: Ernährung

Timo, Hauke und ich haben am Samstagabend vegan gekocht: Chilli sin carne

Vor 14 Jahren habe ich das schon mal probiert: vegan leben. Lederschuhe wurden aus dem Kleiderschrank verbannt, das Reformhaus war mein neues Zuhause und, wenn ich irgendwo zum Essen eingeladen war, habe ich mein Essen in der Tupperdose mitgebracht. Lange habe ich das nicht durchgehalten, gescheitert bin ich etwa nach einem Jahr wegen der Milchschokolade und Schwarzwälder Kirschtorte. Das zeigt: Ich stehe einfach auf Nachtisch und vor allem auf Schokolade.

 Mittlerweile ist Vegansein richtig modern. Die meisten Veganer neigen zwar immer noch dazu etwas missionarisch zu sein, aber auch wer nicht die Welt retten will (das war meine damalige Motivation Veganerin zu werden – da war ich 19 Jahre alt), kann von veganen Gerichten profitieren. So ernähren sich auch immer mehr auf Fitness- und Gesundheit fokussierte Menschen ohne Fleisch, Milch und Eier.

Auch Hauke, der seit Jahren Kraftsport macht, unterzieht seinem Körper derzeit dem Vegan-Experiment. Er möchte schauen,

Mit Hauke am ersten Abend: Curry-Lauch-Kokosmilch mit ein bisschen zu viel Chilli.

ob er Nährwerte dadurch besser aufnimmt und er fitter wird. Als Proteinshake nimmt er ein Reis-Schoko-Eiweisspräparat zu sich, er isst viel Obst und Gemüse. Seinen Eiweissbedarf stillt Hauke mit Hafer, Vollkornreis und Hülsenfrüchten.

Am Wochenende war Hauke in Kassel und wir haben versucht, vegane Rezepte nachzukochen. Inspiriert hat uns die Facebook-Gruppe Vegane Gerichte

Gekocht haben wir eine Kichererbsen-Lauch-Kokosmilch-Curry Mahlzeit mit Reis und Salat und Chili sin Carne: Chili mit Quinoa, Kartoffeln, Kidneybohnen, Mais und Tomaten.

 Die Reaktion zu Chili sin carne:

  • Hauke: “”Okay” wäre zu schwach, “Gut” passt auch nicht ganz. Es hat geschmeckt.”
  • Timo: “Es hat wie Chilli ohne Fleisch geschmeckt. Wer auf Gemüse steht, dem wird das auch schmecken. Wichtig ist, dass es eine gute Schärfe hat.”
  • Heidi: “Ganz okay, wenn es länger gekocht wird, schmeckt es wohl besser.”

 Beim Einkauf der Zutaten hatten wir nicht alles gefunden – obwohl wir auch im Bioladen waren – und so haben wir einige Gewürze weggelassen und durch andere ersetzt. Das hat wohl auch das Geschmacksergebnis etwas geschmälert. Notiz an mich: neue Gewürze organisieren.

Wie geht es weiter?

Ich werde meine veganen Kochbücher von früher mal wieder rauskramen. Das Schöne an den Rezepten ist, dass die Zutaten von den normalen „Fleischgerichten“ völlig abweichen, man lernt so viele neue Nahrungsmittel kennen: angefangen bei Amaranth bis zu ungewöhnlichen Gewürzen. Ganz vegan werde ich wohl erst einmal nicht, aber ich werde mich auch von Attila Hildemanns Kreationen inspirieren lassen. Und vegan widerspricht auch nicht der Fettabbau-Muskelaufbau-Philosophie, da es viele Low-Carb-Gerichte gibt und in Hülsenfrüchten auch Eiweiß steckt.

 Hauke hat jetzt das Vegan-for-fit-30-Tage-Challenge-Buch. Mal schauen, wie er sich nach und nach verändert ;-D

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